Futurium

Von der grünen Wiese zur interaktiven Marke

* Website

* Digitalisierung

* Design

Wie wir das Berliner "Haus der Zukünfte" ins "digitale Futurium" übersetzen

Als Mischung aus Museum, Makerspace und Veranstaltungszentrum bietet das Berliner Futurium eine ganze Menge Aktivität zu einem schwer greifbaren Thema: Zukunft. Bezeichnend für unser digitales Futurium (die Bezeichnung "Website" war hier von Anfang an nicht weitreichend genug), das auf Basis eines statischen Styleguides und einem beeindruckenden, aber noch leeren Gebäude entwickelt wurde. Auf der grünen Wiese entstand dabei nicht nur eine lückenlose Verbindung zwischen digitaler und analoger Ausstellung, sondern auch die mutige Weiterentwicklung zur verspielten, beweglichen und interaktiven digitalen Marke.

Man sieht die Zeiten-Teaser in der mobilen Variante

Das Wandern durch die Zeiten in farbigen Unterteilungen. Es kann täglich aus acht unterschiedlichen Farbtrios ausgewählt werden.

Kick off: Zukunft verstehen

Im Berliner Ausstellungs- und Veranstaltungshaus sollte sich alles um entfernte Utopien, denkbare Szenarien und das, was vielleicht schon morgen wichtig wird, drehen. Die Webseite sollte das widerspiegeln und die Zukunftsszenarien für alle digital zugänglich machen. Aber was ist das eigentlich – Zukunft?

Zukunft greifbar, zugänglich für alle, zu jeder Zeit

In User:innen-Interviews stellte sich schnell heraus: „Zukunft kann man nur begreifen, wenn man Vergangenheit und Gegenwart kennt“. Getreu dieser neuen Leitidee entwickeln wir den dreiteiligen Aufbau der Website in "Was ist", "Was war" und "Was kommt", durch das jedes neu eingepflegte Content Piece einmal wandern durfte. So kann die Veranstaltung von morgen heute schon real sein, aber einige Tage darauf der Vergangenheit angehören und in ein sichtbare Sammlung vergangener Veranstaltungen wandern, ohne schon gewesene Inhalte verwerfen zu müssen.

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Wenn man auf unsere Seite kommt, sollte der erste Gedanke sein: Ach, stimmt – so kann man das ja auch machen!

Monique Luckas / Leiterin Kommunikation am Futurium Berlin

Weiterentwicklung mit dem übergeordneten Ziel vor Augen

In laufenden und künftigen Ausbaustufen rücken physisches und digitales Futurium immer mehr zusammen. Es können sich vor Ort mittels Token-Armband Ausstellungsstücke gemerkt und auf einer eigenen Ausstellungsseite der Webseite im Nachgang gesammelt betrachtet werden. Die Ausstellungsseite als pompöse Landingpage wurde nach und nach mit weiteren Features erweitert. So kann mit einem Lageplan digital durch's Futurium navigiert werden. Das Erlebte wird auf dem Weg zu den einzelnen Ausstellungsstücken textlich und visuell unterstrichen. Hier und da kann man auch über einen kleinen Schatz oder geheimes Wissen stolpern.

Statistiken über das Futurium

Man sieht die Ausstellungsseite in voller Pracht.

Die Ausstellungsseite lag dem Redaktionsteam schon lange am Herzen. Der Satz "Die Besucher:innen sollen sich fühlen, als wären sie vor Ort", fiel mehrfach im Briefing. Mit den großen Bildern auf dunklem Grund gelang uns der Schritt in die richtige Richtung.


Die Wandlung der digitalen Marke

Am Anfang stand vor allem viel Raum: Drei Quadratkilometer leere Ausstellungsfläche in einem angeschrägten, bepunkteten Gebäude, das bereits ohne Inhalt einen Red Dot gewonnen hatte, legten die Messlatte für die Digital-Variante hoch. Im engen Austausch entwickelten Design und UX ausgefallene Interaktionselemente und trieben das Designmanual an die Grenzen. Die Basis wurde die massive schwarze Architektur mit dem schrägen Dach, das sich in vielen Elementen wiederfand. Content sollte genug Raum auf weißem Grund geboten werden. Futurium relevante Inhalte wurden mit Punkten versehen. Doch Zukunft kann nicht nur schwarz oder weiß sein – Zukunft soll Mut machen und immer anders aussehen. Also warum nicht Farbtrios entwickeln, die sich täglich ändern und ausgewählte Contentmodule beeinflussen?

- 5 Images

Weg vom leeren Gebäude, hin zum zukünftigen Leben: Erste Style Tiles spielen schon früh in Grenznähe des Corporate Designs. Was später die Startseiten-Animation werden sollte, bekam von der Geschäftsführung schon in der ersten Abstimmung den Namen "Briefumschlag" und führt die Idee sicherer Farbsets ein. Jede Einzelseite des digitalen Futuriums kann ein anderes Farbset nutzen. Und Future Friendly ist das Feature auch: Ob ein Redakteur oder ein Bastler im Futurium Lab Einfluss auf die Farben im Frontend nimmt, ist egal – das System lässt die Schnittstellen offen, um Experimente zuzulassen.

Arne Hollmann
 

Creative Direction

Thomas Kuster
 

Technical Project Management

Lena Landsberger
 

Project Management

Susanne Hoffmeister
 

User Experience Design

Joachim Schole
 

Backend Development

Johannes Eslage
 

Front End Development

Andreas Höpcke
 

Front End Development

Wolf Serwaty

Project Management

Wanda Martini

User Experience Design

Beteiligte Agenturen