Yin und Yang und Jan. Herr Kruse war selbstverständlich nicht an der Entwicklung der Yin-und-Yang-Brand beteiligt. Aber es hätte gut gepasst, denn die weltbekannte Marke entspricht genau seinem Mantra: Eine Marke braucht Spannung, so sagt er, wie Feuer und Wasser. Eine Marke sollte in sich ruhen und doch beweglich bleiben; zeitgemäß und gleichzeitig zeitlos sollte sie sein, wie ein gutes Möbel, Fahrstuhljazz von Miles Davis oder ein Porträt von Katz. Der Virtuose an der Ryōba-Säge (両刃) ist es gewohnt, mit gleich zwei Cutting-Edges zu hantieren. Ob Holz oder Marke, es gelingt ihm verlässlich, Bedeutung und Form aus dem Ungefähren herauszuarbeiten. Und ganz ehrlich (Fingerschnippen!): Der Herr Kruse ist ein einnehmend netter Mensch. Yin und Jan und ex occidente lux.
